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Mit Nudging gesünder ernähren

Montag 24. September 2018

Der Mensch ist nicht vernünftig, zumindest nicht immer. Das zeigt sich auch bei der Ernährung: zu viel Fett, zu viel Fleisch, zu viel Alkohol, aber zu wenig Wasser. Mit Nudging (zu deutsch: anstupsen, anstoßen) kann man das Ernährungsverhalten verändern.

Dabei geht es um kleine Tricks, die unsere Essgewohnheiten unterschwellig beeinflussen. Verhaltensökonomen von der Universität Cornell in den USA fanden heraus, dass Probanden allein schon dann zu gesünderen Lebensmitteln greifen, wenn sie ansprechender präsentiert werden oder leichter zu erreichen sind. Dazu genügt es, das Obst vorne auf dem Büfett und der Kuchen weiter hinten zu platzieren – Bequemlichkeit siegt.

Außerdem zeigte sich: In der Regel wird beim Hauptgericht die Beilage gewählt, die angeboten wird. Wird zum Fleisch Gemüse gereicht, obwohl man auch Pommes Frites haben könnte, bestellen nur wenige um. Alles Erkenntnisse, die sich ohne Aufwand auch bei der Speisenausgabe in einem Altenheim umsetzen lassen.

Dabei lässt Nudging dem Einzelnen die Entscheidungsfreiheit und will ihn nur gezielt, aber ohne Zwang in die „gesunde“ Richtung anstupen (to nudge). Dazu kann es schon genügen, Obst und Gemüse mundgerecht geschnitten für Zwischendurch anzubieten. So lässt sich das von Gewohnheit, Trägheit und Automatismen geprägte Ernährungsverhalten klammheimlich beeinflussen. Wohl bekomm’s.

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