Freizeitbädern und Thermen fehlt trotz bundesweiter Inzidenz unter 35 jede Perspektive

Freitag 04. Juni 2021

Pressemeldung der European Waterpark Association vom 11.05.2021

Freude im Europapark Rust, Frustration bei den meisten anderen Freizeitbädern und Thermen in Deutschland: Deutschlands größter thematisierter Wasserpark darf heute im Rahmen eines Modellprojekts wieder an den Start gehen, den meisten Freizeitbädern und Thermen fehlt hingegen nach wie vor eine Perspektive für die Wiedereröffnung.

Während zum Beispiel im Nachbarland Österreich seit dem 19. Mai alle öffentlichen Bäder wieder starten durften, herrscht in den deutschen Bundesländern totales Durcheinander, was die Termine und Rahmenbedingungen für den Neustart der Bäder angeht. Die European Waterpark Association e.V. als Verband der europäischen Freizeitbäder und Thermen beklagt die willkürliche Ungleichbehandlung: „In mehreren Bundesländern ist Prostitution wieder gestattet, aber die Freizeitbäder und Thermen müssen nach wie vor geschlossen bleiben. Welche Logik hinter dieser Entscheidung steht, bleibt mir rätselhaft“ kritisiert der Geschäftsführer des Europäischen Bäderverbandes Dr. Klaus Batz diese Entscheidung. Besonders bitter sei es, dass in dem im März beschlossenen Stufenplan eine Öffnung der Freizeitbäder und Thermen bei einem Inzidenzwert unter 35 festgelegt wurde, der heute erstmals bundesweit unterschritten wurde. Aber noch immer wurden in vielen Bundesländern keine verbindlichen Festlegungen für den Neustart getroffen.

„Dabei haben unsere Bäder im vergangenen Jahr mit ihren umfassenden Hygienekonzepten unter Beweis gestellt, dass hier nicht nur ein gesunder, sondern auch sicherer Sport und Freizeitspaß möglich ist“, so der Geschäftsführer weiter. Zudem habe man mit der Impfung und den Schnelltests nunmehr Möglichkeiten zur Eindämmung der Pandemie, die es im vergangenen Jahr noch gar nicht gab.

Der Bäderverband fordert daher eine umgehende Wiederinbetriebnahme der Freizeitbäder und Thermen auf Grundlage der Hygienekonzepte des vergangenen Jahres und ohne weitere Einschränkungen, die einen wirtschaftlichen Betrieb unmöglich machen. Vor allem für die privaten Betreiber von Freizeitbädern und Thermen, die nicht auf einen Defizitausgleich aus öffentlichen Haushaltsmitteln rechnen können, werde die Luft immer dünner.

Mit über 52.000 direkten Arbeitsplätzen und weiteren mindestens nochmal ebenso vielen Arbeitsplätzen bei den Zulieferern und Dienstleistern sind die Freizeitbäder, Thermen und Kurbäder wichtige regionale Arbeitgeber für hochqualifizierte Fachkräfte bis zu zahlreichen ungelernten Mitarbeitern. Jährlich besuchen ca. 225 Millionen Gäste die über 500 Freizeitbäder, Thermen und Kurbäder in Deutschland. Diese bilden eine wesentliche Säule des gesundheitsorientierten Freizeitangebotes im städtischen und insbesondere oft auch im ländlichen Raum.



Kontakt und weitere Informationen:


European Waterpark Association e.V.
Dr. Klaus Batz
Josephsplatz 4, 90403 Nürnberg
+49 911 24 06 145
batz@ewa.info www.ewa.info

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