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"Fortbildung zum Heimkoch hat sich sehr gelohnt"

Mittwoch 22. Januar 2014

Der Stellenwert der Küche in Altenpflegeheimen steigt. „Es läuft eine Qualifizierungsoffensive“, sagt Ester Pauly, Leiterin des Forums Diätetik und Ernährung der IHK Koblenz. Ein Beleg dafür: Die jüngste Fortbildung zum Heimkoch in Koblenz war mit 14 Teilnehmern nahezu ausgebucht.

Einer der Teilnehmer war Michael Staubach, Küchenleiter im Mediana Wohnstift in Fulda (Hessen). „Da wurde mir erneut verdeutlicht: Wir kochen für eine ganz spezielle Zielgruppe, für Menschen im letzten Lebensabschnitt.“ Dessen müssten sich Köche und Küchenleiter in Altenheimen, die ja zumeist aus der Gastronomie stammten, bewusst sein. „Auch die Bewohner mit Kau- und Schluckbeschwerden, die kein festes Essen mehr vertragen, haben Lust auf gute Küche.“
Genau das will Markus Biedermann, Küchenchef und Diplom-Gerontologe, in der von ihm entwickelten Fortbildung zum Heimkoch vermitteln.

Nach der Fortbildung hat Michael Staubach im Mediana, das für gehobene Küche steht, einiges optimiert. So wird von den neuen Bewohnern eine aufwändige Essbiografie erstellt. Außerdem legt das Küchenteam die Speisepläne nunmehr zusammen mit den Bewohnern fest und berücksichtigt so deren Wünsche.
Die Essenskärtchen für die stark pflegebedürftigen Bewohner, die auf dem Zimmer speisen, zieren nun Fotos. Jetzt hat jeder Bewohner auch ein Gesicht. „Dadurch ist die Wertschätzung des Küchenpersonals für die Bewohner gestiegen. Jeder weiß, für welchen Bewohner er gerade den Teller anrichtet“, berichtet Staubach.

Angeboten wird der IHK-Zertifikatslehrgang Heimkoch von der IHK Koblenz im Frühjahr, von der IN VIA Akademie in Paderborn im Herbst und von der IQ – Innovative Qualifikation in der Altenpflege im Frühjahr und im Herbst in Lindau am Bodensee. Rund 3.000 € kostet die 20-tägige Fortbildung.

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