Die dritte Generation beim Familienunternehmen Witty

Montag 04. Januar 2021

Wechsel bei der Firma Witty in Dinkelscherben: Dr. Hubert Witty ist aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Nachfolger ist sein Sohn David. Er bildet mit Thilo Schindler das neue Führungsduo.

1999 hatte Hubert Witty die von seinem Vater gegründete Firma übernommen, seit 75 Jahren Spezialist für Hygiene in Schwimmbädern, Großküchen und bei Trinkwasserversorgern. Mit Erreichen des 65. Lebensjahres schied er vereinbarungsgemäß aus. Unter seiner Führung haben sich die Belegschaft und der Umsatz mehr als verdoppelt. Nun übernimmt mit Sohn David Witty die dritte Generation das Ruder.

„Es ist mir eine besondere Freude, dass weiterhin ein Familienmitglied in der Geschäftsführung vertreten sein wird“, sagte Dr. Hubert Witty, der in den Firmenbeirat wechselt und in beratender Funktion tätig ist.

„Es ist schon eine große Aufgabe, die Tradition fortzuführen und für rund 300 Mitarbeiter Verantwortung zu übernehmen“, sagt David Witty. Der 32-jährige Betriebswirt ist verheiratet und Vater einer Tochter. Nach dem Studium fing er bei einem Konzern im Außendienst an und stieg zum Vertriebsleiter auf. 2019 wechselte er zur Firma Witty und war für die Digitalisierung verantwortlich. „Wir müssen die eingeschlagene Entwicklung konsequent fortsetzen“, sagt David Witty. Thilo Schindler, schon unter Dr. Hubert Witty Geschäftsführer, bleibt gleichberechtigter Partner an der Firmenspitze.

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Der Wechsel erfolgte in bewegten Zeiten. Corona hat auch die Firma Witty getroffen. Nach Jahren des steten Wachstums droht nun ein kräftiger Rückgang. Die Schwimmbäder, das größte Geschäftsfeld, mussten im Frühjahr komplett schließen. Dank der von Witty-Fachberatern erstellten Hygienepläne, die auf die Corona-Pandemie abgestimmt wurden, konnten viele Bäder im Sommer frühzeitig öffnen. Umso bitterer die erneute Schließung in Folge der zweiten Corona-Welle. Dazu kommen die Probleme in Seniorenheimen. Besuchsverbote erschweren es Witty-Fachberatern, ihre Kunden vor Ort zu unterstützen.

Mit dem Aufbau einer neuen Anlage zur Herstellung der zwischenzeitlich knapp gewordenen Desinfektionsmittel reagierte Witty auf den enormen Bedarf bei Kunden. Wettmachen lassen sich damit die Einbußen im Geschäftsfeld Schwimmbad allerdings nicht.

„In der Krise wollen wir unsere Kunden noch umfassender unterstützen“, sagt Geschäftsführer David Witty. Das Familienunternehmen fühle sich Kunden und der Belegschaft im besonderen Maße verpflichtet.

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