Damit Bäder bald öffnen können: Witty erstellt Corona-Hygienepläne

Mittwoch 27. Mai 2020

Noch sind die allermeisten Bäder geschlossen. Doch im Hintergrund wird eifrig an Hygienekonzepten gefeilt, um auch in Zeiten von Corona einen sicheren Badbetrieb zu ermöglichen. Die Firma Witty ist bei Badbetreibern derzeit ein besonders begehrter Ansprechpartner.

Rund 5.000 Schwimmbad-Kunden betreut Witty in Deutschland, Österreich und der Schweiz – von der Wasseraufbereitung bis zur Hygiene. Durch die Bäderschließungen kam das Schwimmbadgeschäft zwischenzeitlich fast zum Erliegen. Doch jetzt schieben insbesondere die rund 100 Witty-Fachberater im Außendienst und die Mitarbeiter im Witty-Labor in Dinkelscherben Sonderschichten.

Hoteliers mit Wellnessbereichen, Thermen und kommunale Badbetreiber benötigen fachlichen Rat, um objektbezogene Hygienpläne zu erstellen, die auf die Coronapandemie abgestimmt sind. Denn je näher die Urlaubszeit rückt, desto größer wird der Wunsch, bald wieder schwimmen und saunieren gehen zu können. Mit Corona-gerechten Hygieneplänen bereiten sich die Badbetreiber auf den lang ersehnten Tag X vor.

„Unsere Fachberater kennen die Schwimmbäder bestens, weil sie regelmäßig vor Ort sind. Das ist jetzt bei der Erstellung eines Corona-Hygieneplans ein unschätzbarer Vorteil“, sagt Geschäftsführer Dr. Hubert Witty. Diese Kundennähe hat seiner Firma 2018 den zweiten Platz beim wichtigsten Wettbewerb zur Kundenorientierung, TopService Deutschland, eingebracht. Und diese Kundennähe entpuppt sich auch in der Coronakrise als ein Erfolgsfaktor des Familienunternehmens mit rund 300 Mitarbeitern.

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Wittys Hygieneberatungen sind derzeit äußerst gefragt, ebenso die Poster über die richtige Händedesinfektion. Obwohl sie schon immer als Hauptübertragungsweg von Infektionen äußerst wichtig war, rückt sie in der Pandemie verstärkt ins Bewusstsein. „Dass wir unseren Kunden nicht nur die passende Chemie und Technik liefern, sondern umfassende Hygienekonzepte erstellen, kommt uns derzeit zugute“, betont Dr. Hubert Witty, der dem sukzessiven Bäderstart voller Spannung und Zuversicht entgegenfiebert.

Auch die Fachverbände gehen davon aus, dass das Schwimmen in öffentlichen Bädern unter Einhaltung der Sicherheits- und Hygienanforderungen absolut machbar ist. Dazu zählt, die Zahl der maximalen Besucher zu senken. Mit Bahnleinen lässt sich in Becken der Mindestabstand einhalten. In den Nassbereichen könnte jede zweite Dusche abgestellt und im Umkleidebereich nur jede zweite Kabine vergeben werden.

Weiteres Plus der Bäder: Nach derzeitigen Erkenntnissen geht man davon aus, dass Chlor, das zur Desinfektion des Schwimmbeckenwassers eingesetzt wird, auch Conora-Viren abtötet.

 

Umweltbundesamt sieht im Schwimmbecken keine Ansteckungsgefahr

Umweltbundesamt, Bad Elster (Sachsen):

„Filtration und Desinfekton sind wirksame Verfahren zur Inaktivierung von eingetragenen Mikroorganismern (z. B. Bakterein und Viren). Die Morphologie und chemische Struktur von SARS-CoV-2 ist anderen Coronaviren sehr ähnlich, bei denen in Untersuchungen gezeigt wurde, dass Wasser keinen relevanten Übertragungsweg darstellt. Diese behüllten Viren sind durch Desinfektion leichter zu inaktivieren als Noroviren oder Adenoviren.“

Stellungnahme des UBA hier lesen

 

European Waterpark Association e.V., Nürnberg:

„Bei der Wiederinbetriebnahme wird die Zahl der Badegäste, die sich gleichzeitig in dem Freizeitbad bzw. der Therme aufhalten dürfen, limitiert. Idealer Parameter für die Limitierung ist die Zahl der vorhandenen Garderobenschränke.“

ZWEI-STUFEN-PLAN DER EUROPEAN WATERPARK ASSOCIATION E.V. ZUR WIEDERINBETRIEBNAHME VON FREIZEITBÄDERN UND THERMEN

 

W.H.U., Laboratorium für Wassseruntersuchungen und Hygiene, Bischofshofen (Österreich):

„Das Schwimmbadewasser als Hot Spot ist praktisch ausgeschlossen. Außerhalb des Schwimmbeckens entstehen die gleichen Risiken wie in anderen öffentlichen Bereichen.“

 

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