Corona-Hilfe: Staat fördert Investitionen

Freitag 23. April 2021

Die Pandemie kostet Zeit, Geld und Nerven. Doch der Blick richtet sich nach vorne. Denn in der Krise wird die Basis für den nächsten Aufschwung gelegt.

Dazu ein Tipp: Mit den staatlichen Hilfen lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) und das Bundesministerium für Finanzen (BMF) in Deutschland haben die Überbrückungshilfen verlängert und den Bereich der erstattungsfähigen Fixkosten ausgeweitet. So können Unternehmen mit den Überbrückungshilfen III nicht mehr nur Zuschüsse für ihre Fixkosten, sondern auch für Modernisierungs-, Renovierungs- und Umbaumaßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten erhalten.

So ließe sich eine durchgängige Ausstattung des Objekts mit Dosierspendern oder eine moderne Dosieranlage für die optimale Wasseraufbereitung staatlich bezuschussen. Die Anträge können bis 31. August gestellt werden.

Erstattet werden bis zu 20.000 € pro Monat für den Zeitraum von März 2020 bis Juni 2021. Die Zuschüsse könnten sich somit auf maximal 320.000 € summieren. Weitere 20.000 € winken einmal für Investitionen in den Bereich Digitalisierung.

Voraussetzung ist im Fördermonat ein Umsatzrückgang von mindestens 30 % im Vergleich zum Referenzmonat des Vorjahres. Der Rückgang muss Corona-bedingt sein. Die Förderhöchstgrenze pro Monat wurde auf 1,5 Mio. € erhöht (für Verbundunternehmen 3 Mio. €). Antragsberechtigt sind Firmen bis 750 Mio. € Jahresumsatz.

Linktipps:

FAQs Überbrückungshilfe III - wichtige Informationen für betroffene Unternehmen auf der offiziellen Website

Allgemeine Informationen zur Überbrückungshilfe III auf der offiziellen Website

 

So ist die Lage in

 

Österreich


Ähnlich die Lage in Österreich: Hier können Unternehmen eine Covid-19-Investitionsprämie von 7 % geltend machen. Steht die Anschaffung im Zusammenhang mit Ökologie, Gesundheit und Life Science verdoppelt sich der Satz auf 14 %. Allerdings ist die Förderung des Bundesministeriums Digitalisierung und Wirtschaftsstandort bereits abgelaufen. Förderfähig waren Anschaffungen, für die zwischen dem 1. September 2020 und dem 28. Februar 2021 die Covid-19-Investitionsprämie beantragt wurde. Eine Neuauflage oder Verlängerung des Programms sei derzeit nicht in Sicht, hieß es auf Nachfrage der Witty-News aus dem Ministerium.

 

Schweiz


Die Schweiz hat im Februar ihr Härtefallprogramm aufgestockt. Es sieht Darlehen, Bürgschaften und Garantien von max. 25 % des durchschnittlichen Jahresumsatzes von 2018 und 2019 vor. Bis zu 20 % des durchschnittlichen Jahresumsatzes von 2018 und 2019 können Unternehmen zudem als nicht rückzahlbare Beiträge vom Staat erhalten. Die Obergrenze liegt bei 750.000 Schweizer Franken. Im Januar waren die Bedingungen gelockert worden, die Unternehmen erfüllen müssen, um Härtefallhilfe zu erhalten. Jedes Unternehmen, das seit 1. November 2020 für mindestens 40 Tage behördlich geschlossen wurde, gilt nunmehr automatisch als Härtefall.

 

zurück zur Übersicht