Auswertung der Luca App im Oktober: Geringstes Infektionsrisiko in Schwimmbädern und Spas!

Dienstag 16. November 2021

Bars, Clubs und Gaststätten sind mit über 83% „Hot Spots“. Die European Waterpark Association fordert umfassenden Defizitausgleich für Freizeitbäder und Thermen.

36 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland nutzen die Luca App. Deren Betreiber haben nun in ihrem Blog (www.luca-app.de/blog) eine Auswertung aller Warnmeldungen des Monats Oktober veröffentlicht. Das Ergebnis ist eindeutig: Nur 0,58% der Warnmeldungen, die über die Gesundheitsämter auf Grundlage der Luca App erfolgten, basierten auf einer Begegnung in einem Schwimmbad oder Spa. Damit weisen diese Anlagen den geringsten Risikofaktor aller von Luca erfassten Bereiche des öffentlichen Lebens auf.

 Mit zusammen 83,17% sind vor allem Clubs, Bars und Restaurants für die auf Grundlage der Luca App herausgegebenen Warnungen der Gesundheitsämter verantwortlich, weitere 7,78% erfolgten auf Grund eines Veranstaltungsbesuchs.

Aus Sicht der European Waterpark Association (EWA), des Verbands der europäischen Freizeitbäder und Thermen, bestätigt diese Auswertung, dass die Hygienekonzepte in den öffentlichen Bädern hervorragend funktionieren: „Bäder sind per se Orte mit einer virenfeindlichen Umgebung. Dafür sorgen unter anderem das gechlorte Beckenwasser, in dem die Viren keine Überlebenschance haben, und die starken Lüftungsanlagen“ erläutert der Geschäftsführer der European Waterpark Association, Dr. Klaus Batz.

Bundesweit gilt in den öffentlichen Bädern mindestens die „3G-Regel“; Gäste müssen vor dem Besuch nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. In einigen Bundesländern wurde dies bereits verschärft und es haben nur noch Geimpfte oder Genesene Zugang zu den Bädern sowie zu anderen Sport- und Freizeitstätten, in der Hotellerie und Gastronomie („2G-Regel“). Diese Einschränkungen bleiben aber nicht ohne wirtschaftliche Folgen. „Wir leisten gerne aktiv unseren Beitrag zur Eindämmung des Pandemiegeschehens“, so der EWA-Geschäftsführer weiter, „aber unsere Betriebe werden nur dann durch den Winter kommen, wenn das entstehende Defizit vollständig ausgeglichen wird“. Daher fordert der Branchenverband einen umfassenden Ausgleich der Einnahmeverluste auf Grundlage der Vergleichszahlen aus dem Jahr 2019 und eine Reduzierung des Umsatzsteuersatzes. „Bäder und Saunen stärken die Abwehrkräfte und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Infektionen; es wäre fatal, wenn ausgerechnet sie nun den Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr aufrechterhalten können“.

 

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